Was ist Sencha?
Sencha (煎茶) macht rund drei Viertel der japanischen Teeproduktion aus. Es ist ein gedämpfter Grüntee aus Blättern, die in direktem Sonnenlicht wachsen und anschließend zu dünnen Nadeln gerollt werden.
Was der deutschsprachige Teetrinker „japanischen Grüntee" nennt, ist in der Praxis meist Sencha. Die Bandbreite ist enorm — vom groben Alltagsblatt für ein paar Euro pro 100 g bis zum sortenreinen Shincha (erste Ernte) zu Burgunder-Preisen.
Der Geschmack
Ein guter Sencha trifft drei Noten gleichzeitig: ein klares grasiges Aroma, eine leichte Umami-Tiefe und einen mineralischen Abgang. Ein schlechter Sencha — alt, falsch zubereitet, zu lange gezogen — wird bitter. Daher kommt der unfaire Ruf.
- Asamushi (leicht gedämpft): klarer Aufguss, blumiger, schärfere Konturen.
- Fukamushi (tief gedämpft): dunklerer, trüberer Aufguss, runder, zugänglicher.
Sencha zubereiten
Der häufigste Fehler: zu heißes Wasser. Kochendes Wasser verbrennt den Sencha. Ohne Thermometer: kochendes Wasser zuerst in eine leere Tasse umgießen — jeder Umguss senkt die Temperatur um etwa 10 °C.
Wo Sencha wächst
- Shizuoka — der klassische, archetypische Sencha.
- Chiran (Kagoshima) — früh geerntet, tief gedämpft, voller.
- Uji (Kyoto) — kleine Mengen, sehr fein, oft sortenrein.
Einen echten Sencha probieren
Beginnen Sie mit einem Blatt aus Shizuoka oder Uji — der Unterschied zum Supermarkt-Grüntee ist deutlich.
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