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Jenseits von Matcha: Der komplette Guide zu japanischen Teesorten

Matcha ist der eine japanische Tee, den der Rest der Welt kennt. Er ist wahrscheinlich auch der, den die Japaner am seltensten trinken.

8 min Lesezeit · Aktualisiert April 2026

In einem japanischen Haushalt, einem Konbini oder einem Familienrestaurant sehen Sie keinen Matcha. Sie sehen eine große Plastikflasche Oi Ocha, eine Teekanne aus Ton in der Küchenecke und eine Packung Sencha im Regal. Matcha ist der Tee der Zen-Teezeremonie und, seit Neuestem, des Instagram-Lattes. Aber nicht das, was Japan trinkt.

Dieser Artikel ist eine Karte der sechs japanischen Tees, die im Alltag wirklich zählen. Das Wichtigste zuerst: Fast alle kommen von derselben Pflanze (Camellia sinensis, japanische Kultivare). Was sich ändert, ist der Anbau und die Verarbeitung.

Die sechs Tees — je ein Absatz

Sencha (煎茶)

Japans alltäglicher Grüntee — rund 75 % der Produktion. In voller Sonne gezogen, gedämpft, zu dünnen Nadeln gerollt. Sauber, grasig, hell, mit leichter Umami-Basis. Wenn man „japanischer Grüntee" sagt, meint man meistens das. Vollständiger Guide →

Gyokuro (玉露)

Der schattengezogene Luxustee. Die Büsche verbringen ihre letzten drei Wochen unter Schattentuch — mehr Theanin, weniger Catechine. Jadegrün, dickflüssig, umami-intensiv. Vollständiger Guide →

Hojicha (ほうじ茶)

Gerösteter Grüntee. Blätter (meist Bancha oder einfacher Sencha) werden bis rotbraun geröstet. Toastig, karamell-süß, kaum Koffein. Vollständiger Guide →

Genmaicha (玄米茶)

Grüntee mit geröstetem Naturreis. Ursprünglich als Sparmischung entstanden, heute für sich selbst geliebt. Popcorn-Aroma, milde Tasse, perfekt zu salzigem Essen.

Bancha (番茶)

Der „Allerweltstee". Aus gröberen, spät geernteten Blättern. Koffeinarm, den ganzen Tag trinkbar. Regionale Stile wie Kyobancha (pfannengeröstet, rauchig) sind außergewöhnlich.

Wakocha (和紅茶)

Japans eigener Schwarztee. Voll oxidiert, aber sanfter als indischer Schwarztee — wenig Tannin, honigartig, fruchtig. Eine Kategorie, die von kleinen Produzenten neu aufgebaut wurde.

Wie man wählt

Wer morgens Kaffee trinkt… sollte Hojicha probieren. Dieselbe warme Rösternote, fast kein Koffein.
Für das „so schmeckt japanischer Grüntee"-Erlebnis… ein Sencha aus Shizuoka.
Um zu verstehen, warum Menschen süchtig werden… 40 € für eine kleine Dose Uji-Gyokuro, einmal richtig zubereitet.
Ein Tee, der zu allem passt… Genmaicha.

Wo anfangen

  1. Ein guter Sencha aus Shizuoka oder Uji (Ihre Alltagstasse).
  2. Ein Kaga Boucha oder Ippodo-Hojicha (Ihr Abendtee und Begleiter zu westlichem Essen).
  3. Eine 30-g-Dose Uji-Gyokuro (für den besonderen Moment).

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